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		<title>KiHp Reisetagebuch</title>
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		<description>(von Triest nach Al Aqaba)</description>
		<dc:language>de</dc:language>
		<dc:creator></dc:creator>
		<dc:rights>Copyright 2008</dc:rights>
		<dc:date>2008-04-20T20:36:10+02:00</dc:date>
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		<item>
			<title>Abschluss und Aufruf!</title>
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			<description>	 
Jetzt seid Ihr dran!


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			<content:encoded><![CDATA[ 	<p style="text-align:center;"><img src="http://edelkunz.ch/weblog/images/00gans1.jpg" border="0" title="" alt="" class="pivot-image" /></p> <br />
Jetzt seid Ihr dran!</p>


 	<p>Ja, das war&#8217;s. Jetzt ist fertig! Schade?<br />
Schreib doch einen kurzen Kommentar (ganz unten). Dann wissen wir erstens, wer brav gelesen hat (und wer nicht), und zweitens, je nach Art der R&uuml;ckmeldungen, ob wir einen &auml;hnlichen Reisebericht wieder einmal machen sollen (falls wir die Schweiz jemals wieder verlassen).<br />
Also los!<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/00gans2.jpg"><br><br />
<strong>Tsch&uuml;ss!</strong></p>


  ]]></content:encoded>
			<dc:subject>kihp</dc:subject>
			<dc:date>2004-11-07T23:11:00+02:00</dc:date>
		</item>
		
		
		
		<item>
			<title>Letzte Etappe: Wadi Rum - Aqaba</title>
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			<description>	 
Von der W&amp;uuml;ste ins Schnorchel- und Taucher-Paradies.


 </description>
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			<content:encoded><![CDATA[ 	<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/90ki2.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/90hpbrille.jpg"></p><br />
Von der W&uuml;ste ins Schnorchel- und Taucher-Paradies.</p>


 	<p><strong>Do, 28.10.04, 76km, 120m, 26.7km/h:</strong> Um unserer Reise einen w&uuml;rdigen Abschluss zu bereiten, traten wir heute besonders t&uuml;chtig in die Pedalen. Resultat: <strong>schnellste Etappe</strong> mit 26.7km/h im Schnitt (es ging auch fast nur abw&auml;rts, hihi).<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/89abreise.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/89ki.jpg"><br><br />
(Abfahrt im Wadi Rum und dann schon Ki unmittelbar vor Aqaba)<br />
</p><br />
In Aqaba quartierten wir uns zusammen mit den Kanadiern in einem netten Hotel im Zentrum ein, bereiteten uns auf ein paar faule Tage vor und schmissen schon mal ausgeleierte Velohosen, zerfetzte Handschuhe, unbrauchbare Regen-&Uuml;berschuhe, unwaschbare T-Shirts und dergleichen fort. Den Anh&auml;nger liessen wir als Experiment einfach draussen stehen. Am Abend war schon das (kaputte!) Rad weg &#8211; Hm?<br />
Hp begann im ersten Reisefieber schon mal die grosse Tasche mit nicht mehr ben&ouml;tigtem Material zu f&uuml;llen und die Velos reisefertig zu machen.</p>

	<p><strong>Fr-Di, 29.10.-2.11.04:</strong> Abh&auml;ngen am Strand, im Royal Diving Center und im Internet Caf&eacute;. Aqaba ist eine ganz relaxte Stadt, recht modern, mit relativ vielen Touristen f&uuml;r die Jahreszeit (viele aus Ost-Europa).<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/90aqaba1.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/90schiffe.jpg"><br><br />
(Aqaba und Blick aufs Rote Meer mit parkierten Frachtern)<br />
</p><br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/90fahne.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/90schloss.jpg"><br><br />
(Jordanische Flagge und das Schloss von Aqaba)<br />
</p><br />
Die meiste Zeit verbrachten wir im Wasser, bzw. in den Korallenriffen, ca. 14km s&uuml;dlich der Stadt. <br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/90strand.jpg"><br><br />
(Strand des Royal Diving Club)<br />
</p><br />
Leider hatten wir keine Unterwasserkamera dabei, aber es sieht genauso aus wie man dies von Tiersendungen kennt: Fische in allen Farben und Formen (von Pfeilen bis zu Reisekoffern), Korallen ebenso und alle m&ouml;glichen sonstigen Dinger, von denen man nicht so genau weiss, ob es Pflanzen oder Tiere sind.<br />
H&ouml;hepunkt (zumindest f&uuml;r Hp) war der 2-t&auml;gige Tauchkurs:<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/90taucher.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/90imwasser.jpg"><br><br />
( Alles klar? )<br />
</p><br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/90unterwasser.jpg"><br><br />
(Jetzt bloss nicht in Panik ausbrechen)<br />
</p><br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/90hpsteg.jpg"><br><br />
( R&uuml;ckkehr eines stolzen Kriegers aus den Tiefen des Ozeans: immerhin 12m! )<br />
</p><br />
Aber auch Ki lag nicht nur faul am Strand. <br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/90ki1.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/90ki5.jpg"></p><br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/90ki3.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/90ki4.jpg"></p><br />
Und mit unserem letzten Tag in den Korallenriffen endet auch diese Berichterstattung. </p>

	<p><cite>End of message.</cite></p>


  ]]></content:encoded>
			<dc:subject>kihp</dc:subject>
			<dc:date>2004-11-07T23:10:00+02:00</dc:date>
		</item>
		
		
		
		<item>
			<title>50. Etappe: Petra - Wadi Rum</title>
			<link>http://edelkunz.ch/weblog/pivot/entry.php?id=86</link>
			<comments>http://edelkunz.ch/weblog/pivot/entry.php?id=86#comm</comments>
			<description>	
Kann nach Petra noch eine Steigerung eintreten?
Ja es kann und die Antwort lautet: Wadi Rum.


 </description>
			<guid isPermaLink="false">86@http://edelkunz.ch/weblog/kihp/</guid>
			<content:encoded><![CDATA[ 	<p style="text-align:center;"><img src="http://edelkunz.ch/weblog/images/88titel.jpg" border="0" title="" alt="" class="pivot-image" /></p><br />
Kann nach Petra noch eine Steigerung eintreten?<br />
Ja es kann und die Antwort lautet: Wadi Rum.</p>


 	<p><strong>So, 24.10.04, 105km, 1050m:</strong> Wieder etwas fr&uuml;her aufgestanden &#8211; ihr habt es erraten, die Kanadier sind Fr&uuml;haufsteher &#8211; und uns auf den Weg gemacht: Es dauerte eine Weile bis wir wieder aus dem Wadi Musa (das Tal in dem das Dorf Wadi Musa liegt) herausgefahren waren. Die Strasse stieg langsam, entlang der Westflanke, hinauf zum Hochplateau, mit wunderbarer Aussicht auf eine abwechslungsreiche Felslandschaft.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/88landschaft1.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/88landschaft2.jpg"></p><br />
Das letzte St&uuml;ck des King&#8217;s Highway war besonders malerisch, mit weiten Kurven &uuml;ber welliges Gel&auml;nde, anstrengend, aber so wie man es sich vorstellt!<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/88kihpking.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/88velofahrer.jpg"></p><br />
Verkehr hatte es kaum, abgesehen von ein paar sehr altmodischen Transportmitteln.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/87schild.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/88kamele.jpg"></p><br />
Kurz darauf war der King&#8217;s Highway zu Ende und damit auch die Ruhe: Er m&uuml;ndet in den stark befahrenen (aber mehrspurigen) Desert Highway, auf dem wir dann in eine weite Ebene hinuntersausten.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/88runter.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/88runter2.jpg"></p><br />
Eine willkommene Erholungspause nach dem ewigen Aufw&auml;rtsfahren.</p>

	<p>Langsam aber sicher wurden auch die Felsformationen wieder interessanter und aussergew&ouml;hnlicher:<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/88runter3.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/88spitz.jpg"></p><br />
Man merkte, wir n&auml;hern uns dem Wadi Rum! <br />
Endlich kam auch der Abzweiger zum Wadi Rum, mit viel weniger Verkehr und enstprechend mehr Entspannung. Viel fehlte zwar nicht mehr bis ganz ins Wadi Rum, wir entschieden uns aber trotzdem, in einem Camp im Wadi al Hiswa zu &uuml;bernachten.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/88abend.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/88alhiswa.jpg"></p><br />
Dort kochten wir wieder einmal selber und schliefen draussen, unter einem Beduinen-Zeltdach.</p>

	<p><strong>Mo, 25.10.04, 15km, 200m:</strong> Die kurze Strecke zum brandneuen Wadi Rum Visitors Center (seit einem Monat er&ouml;ffnet) war schnell zur&uuml;ckgelegt. Dort musste zun&auml;chst das Ticket f&uuml;r das Reservat bezahlt und auch die Jeep-Touren mussten hier arrangiert werden (siehe n&auml;chster Tag). <br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/88pillars.jpg"><br><br />
(Gleich neben dem Visitors Center: The Seven Pillars of Wisdom)<br />
</p><br />
Danach radelten wir die letzten 6km befestigte Strasse ins Wadi Rum Village, wo wir uns im Resthouse, wieder unter einem Zeltdach, h&auml;uslich einrichteten.<br />
Viel hatten wir ja noch nicht gemacht heute, und so bestiegen wir (kihp) am sp&auml;teren Nachmittag die Felsen gleich hinter unserem Camp, von wo sich ein guter &Uuml;berblick &uuml;ber das Dorf und die n&auml;here Umgebung bot.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/88zeltplatz.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/88tempel.jpg"><br><br />
(Blick auf das Camp (Resthouse) und auf die Grundmauern eines alten nabat&auml;ischen Tempels)<br />
</p><br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/88rumvillage.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/88wadirum1.jpg"><br><br />
(Blick auf Rum Village und auf den Jebel Umm E&#8217;jil)<br />
</p><br />
Mehr oder weniger entlang des Felsgrates (der zum Jebel Mayeen f&uuml;hrt) kletterten wir aufw&auml;rts und es boten sich immer wieder neue Ausblicke.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/88wadirum2.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/88wadirum3.jpg"><br><br />
(Blick nach Norden, das Wadi Rum hinunter, und hin&uuml;ber zum Jebel Umm E&#8217;jil)<br />
</p><br />
Mit zunehmender H&ouml;he wurde der Weg etwas komplizierter (aber er war gut beschrieben in unserem Kletterf&uuml;hrer) und f&uuml;hrte u.a. unter &Uuml;berh&auml;ngen hindurch und an allen m&ouml;glichen Formen von (ausgewaschenen) Strukturen vorbei.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/88kikletter.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/88strukturen.jpg"></p><br />
Es wurde langsam aber sicher Abend und wir mussten an den Abstieg denken. Wir kletterten in einem steilen Couloir hinunter in ein Seitental des Wadi Rum, wobei man sich links halten musste, wenn man nicht die (recht grossen!) &Uuml;berh&auml;nge am Talgrund hinunterspringen wollte.<br />
Unten stiessen wir dann &uuml;berraschenderweise auf Wasser:<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/88quelle.jpg"></p><br />
Dieses trat entlang einer horizontalen Felsspalte (Gesteinschichtenwechsel) in etwa 4m H&ouml;he aus der Felswand. Zwar nur in sehr kleinen Mengen, die aber trotzdem f&uuml;r einen intensiven lokalen Pflanzenwuchs ausreichten.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/88alhiswa2.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/88rummond.jpg"></p><br />
Dann wurde es aber Zeit (d.h. Dunkel) um ins Camp zur&uuml;ckzukehren.</p>

	<p><strong>Di, 26.10.04:</strong> Heute war Jeep-Safari angesagt. Um 8:00h stiegen wir (inkl. Lunch, Wasser, Kanadier) in unseren Jeep und los ging die rumpelige Fahrt. Erste Station waren die &#8220;Lawrence Springs&#8221;, eine Quelle (etwas kleiner als diejenige, die wir gestern besucht hatten) mit nabat&auml;ischen Inskriptionen an den umliegenden Felsbl&ouml;cken.<br />
Nebenbei: <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Lawrence_von_Arabien"  target='_blank'>Mehr Informationen zu T.E. Lawrence</a>.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/88lawrencefels.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/88lawrenceschrift.jpg"></p><br />
Danach durchquerten wir ein offenes St&uuml;ck W&uuml;ste Richtung S&uuml;den zum Jebel Khazali, wo wir einen engen Siq (Schlucht) mit Beduinen-Felsgravuren besichtigten.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/88canyon1.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/88canyonschrift.jpg"></p><br />
Wir fuhren dann zum Jebel Qaber Amra an einer kleinen Felsbr&uuml;cke vorbei, weiter zum Jebel Umm Fruth, zur zweiten Felsbr&uuml;cke, die wir mit etwas Klettern bestiegen. <br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/88bridge1.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/88bridge2.jpg"></p><br />
Wie schon in Petra ist auch der Sandstein im Wadi Rum sehr unterschiedlich gef&auml;rbt &#8211; und somit auch der Sand der W&uuml;ste. Es dominieren Gelb- und Braun-T&ouml;ne, aber immer wieder tauchen auch rote und weisse Gebiete auf.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/88farben.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/88rot.jpg"></p><br />
Wir verliessen die Umm Fruth Rock Bridge Richtung Osten, wo die gr&ouml;sste der Felsbr&uuml;cken steht (Burdah Rock Bridge), allerdings ist diese nur in einem 2- bis 3-st&uuml;ndigen Fuss/Kletter-Marsch erreichbar. Nicht alle von uns f&uuml;hlten immense Energievorr&auml;te in sich, deshalb zogen wir es vor, am Fusse des Jebel Burdah ausgiebig Tee zu trinken (der von unserem Fahrer zubereitet wurde, in echter Beduinen-Art auf stinkendem Kamel-Dung (oder war es doch Holz?) geheizt und extrem s&uuml;ss). <br />
Danach fuhren wir zum Lawrence&#8217;s House, wo (nach dem Lunch) die Energien doch noch durchbrachen und wir etwas in den Felsen rumkraxelten. <br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/88jdfels.jpg"><br><br />
(Erstaunlich, was auch bergunerfahrene Kanadier zustande bringen.)<br />
</p><br />
Weiter ging&#8217;s dann zu einer Felswand mit weiteren Beduinen-Steingravuren<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/88schriften.jpg"></p><br />
und dann zu den Sandd&uuml;nen, alle rot, steil, und eng an die Felsen angeschmiegt.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/88duene.jpg"></p><br />
Der Abschluss eines langen Tages (vor allem f&uuml;r unseren Fahrer, der Dank Ramadan ja weder essen noch trinken durfte!) war dann der Sonnenuntergang, <br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/88sunset.jpg"></p><br />
wo wir neben diesem auch die ersten Regentropfen der Winterregenzeit sp&uuml;rten. F&uuml;r uns waren dies die ersten Tropfen seit Monaten.</p>

	<p><strong>Mi, 27.10.04:</strong> Wir beschlossen, heute den Jebel Mayeen (1100m) zusammen mit den Kanadiern zu besteigen. Den ersten Teil des Weges hatten wir ja schon vorgestern gemacht (jedoch ohne ganz auf den Gipfel zu klettern), wir kannten also die untere H&auml;lfte des Aufstiegs schon.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/88frauen.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/88stein.jpg"><br><br />
(Unterwegs&#8230; )<br />
</p><br />
Mit einigen interessanten (problemlosen) Klettereien vor allem am Schluss erreichten wir den Gipfel, 1100m, waren aber immer noch weit unterhalb der h&ouml;chsten Jebels im Wadi Rum.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/88jdanim.gif"></p><br />
Der Abstieg war dann, wie immer, etwas schwieriger, aber alle kamen heil unten an.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/88klettern1.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/88klettern2.jpg"></p><br />
Auch heute zogen Wolken auf, die dann gegen Abend wieder verschwanden.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/88berge.jpg"></p><br />
Wir genossen (wie schon gestern) das Salatbuffet plus Menu im Resthouse und verbrachten dann unsere letzte Nacht draussen in der W&uuml;ste.</p>

	<p>P.S. Obwohl wir unterwegs Horror-Stories von wegen Geldabzockerei im Wadi Rum geh&ouml;rt hatten, waren die letzten 3 Tage lustigerweise die billigsten auf der ganzen Reise &uuml;berhaupt!</p>

	<p>P.P.S. Hier gehen wir nochmals hin, dann allerdings mit Kletterfinken und Seil, Gopferdammi!</p>


  ]]></content:encoded>
			<dc:subject>kihp</dc:subject>
			<dc:date>2004-11-02T16:52:00+02:00</dc:date>
		</item>
		
		
		
		<item>
			<title>49. Etappe: Dana - Petra</title>
			<link>http://edelkunz.ch/weblog/pivot/entry.php?id=85</link>
			<comments>http://edelkunz.ch/weblog/pivot/entry.php?id=85#comm</comments>
			<description>	
Petra &amp;#8211; die geheimnisvolle Felsenstadt. Einer der ganz grossen H&amp;ouml;hepunkte f&amp;uuml;r uns.


 </description>
			<guid isPermaLink="false">85@http://edelkunz.ch/weblog/kihp/</guid>
			<content:encoded><![CDATA[ 	<p style="text-align:center;"><img src="http://edelkunz.ch/weblog/images/87siq4.jpg" border="0" title="" alt="" class="pivot-image" /></p><br />
Petra &#8211; die geheimnisvolle Felsenstadt. Einer der ganz grossen H&ouml;hepunkte f&uuml;r uns.</p>


 	<p><strong>Do, 21.10.04, 10km + 52km, 500m:</strong> Heute radelten wir zusammen mit den Kanadiern &#8211; das hiess um 6:30 aufstehen! Beim Einladen der Velos in den Pickup bemerkten wir, dass gestern auch einer der Stifte zur Arretierung des Wagens am Fahrrad verloren gegangen war&#8230;<br />
Nach 10km, hinter den potentiell gef&auml;hrlichen D&ouml;rfern, entluden wir unsere Fahrr&auml;der und das Gep&auml;ck und bastelten den Wagen ans Velo. Das Fahrgef&uuml;hl war zwar etwas wakelig, aber sonst ok. Die Fahrt war idyllisch, keine (fliegenden) Steine in Sicht.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/87nachdana.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/87velofahrer.jpg"><br><br />
(Auf dem &#8220;Hochland&#8221; s&uuml;dlich von Dana)<br />
</p><br />
Am fr&uuml;hen Nachmittag erreichten wir dann Petra bzw. Wadi Musa &#8211; voller Erwartung.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/87petra.jpg"><br><br />
(Blick auf das Dorf Wadi Musa)<br />
</p>

	<p><strong>Fr, 22.10.04:</strong> Gespannt durchschritten wir am Morgen den Ticketschalter zu Petra. Nach etwa 1km Sandweg (den man auch per Esel, Pferd, Kutsche h&auml;tte machen k&ouml;nnen), vorbei an den ersten Felsformationen und -h&ouml;hlen, erreichten wir den sogenannten Siq, das eigentliche (nat&uuml;rliche) Eingangstor zu Petra.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/87siq1.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/87siq3.jpg"></p><br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/87siq2.jpg"></p><br />
Obwohl der Siq aussieht wie ein Canyon, entstand er aus einem Block, der von tektonischen Kr&auml;ften auseinandergerissen wurde. Er ist z.T. nur 2m breit und bis zu 200m tief. Nach 1.2km erreicht man das ber&uuml;mhteste &#8220;Geb&auml;ude&#8221; von Petra (siehe auch Bild ganz oben): das Treasury (Al-Khazneh).<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/87treasury.jpg"></p><br />
In Petra (griechisch: Fels) gibt es nur wenige freistehende Geb&auml;ude. Die meisten sind in den relativ weichen Sandstein geschlagene H&ouml;hlen mit fein gearbeiteten aber m&auml;chtigen Fassaden, die oft normalen Geb&auml;udefassaden nachempfunden sind. Das Paradebeispiel daf&uuml;r ist das Treasury &#8211; ein Grab eines Nabat&auml;ischen K&ouml;nigs, der Name (Schatzkammer) r&uuml;hrt daher, dass hier sp&auml;ter Piratensch&auml;tze verborgen worden waren.<br />
Erste Siedler waren schon um 6000 v.Chr. in Petra. Die <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nabataeans"  target='_blank'>Nabat&auml;er</a>, ein nomadisches Volk aus West-Arabien, besiedelten das Gebiet im 6. Jhdt. v.Chr. Petra wurde zur Hauptstadt des bl&uuml;henden Nabat&auml;erreichs und &uuml;berlebte mehrere Attacken. Schliesslich wurde die Stadt dann 106 n.Chr. von den R&ouml;mern erobert, die eine von S&auml;ulen ges&auml;umte Strasse, mit Theater, B&auml;dern usw. errichteten.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/87theater.jpg"><br><br />
(R&ouml;misches Theater in Petra)<br />
</p><br />
Um den Touristen, die sich hier in Str&ouml;men ins Wadi ergossen, zu entkommen, erklommen wir das High Place of Sacrifice (Al-Madbah = Altar).<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/87petratal.jpg"><br><br />
(Aufstieg in einem engen, steilen Seitental)<br />
</p><br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/87obelisk.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/87petratal2.jpg"><br><br />
(Obelisk auf dem Altar und Blick hinunter ins &#8220;r&ouml;mische&#8221; Petra)<br />
</p><br />
Das High Place of Sacrifice liegt hoch &uuml;ber dem Tal und wird &uuml;ber eine Serie von steilen Stufen erreicht &#8211; demzufolge waren wir auch alleine oben auf dem Altar, der eigentlich die eingeebnete Spitze eines Berges ist (inkl. Rinnen f&uuml;r Opferblut). Das augenf&auml;lligste Merkmal sind allerdings die Obelisken, die nabat&auml;ischen G&ouml;ttern gewidmet sind.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/87farben1.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/87farben2.jpg"><br><br />
<img src="http://edelkunz.ch../images/87farben3.jpg"><br><br />
(Farbverl&auml;ufe im Sandstein, bei Abstieg vom Altar)<br />
</p><br />
Unten angekommen durchquerten wir die sandige Ebene, in die wir von oben hinuntergeblickt hatten.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/87pflanze.jpg"><br><br />
(Lebendiges Gr&uuml;n in den Gelb-, Rot-, Braun- und Blaut&ouml;nen des Sandsteins)<br />
</p><br />
Wir befanden uns auch wieder inmitten von Touristen, Eseln, Kamelen und Beduinen und starteten sofort den Aufstieg zum sogenannten &#8220;Kloster&#8221; (Monastery, Al-Deir), gebaut im 3. Jhdt. v.Chr. und in byzantinischer Zeit als Kirche verwendet. Es ist mit 50m Breite und 45m H&ouml;he einiges gr&ouml;sser als das Treasury.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/87aufstieg.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/87monastery.jpg"><br><br />
(Aufstieg zum Monastery)<br />
</p><br />
Da schon Nachmittag war, befanden sich die meisten anderen auf dem R&uuml;ckweg, so dass wir dann, oben angekommen, wieder alleine waren &#8211; abgesehen von den zwei kanadischen Velofahrern, mit denen wir den Sonnenuntergang (ca. 17:00) genossen.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/87sunset1.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/87sunset2.jpg"></p><br />
In der schnell einbrechenden Dunkelheit wanderten wir zur&uuml;ck zum Siq und durch diesen hindurch und hinaus ins moderne Wadi Musa, wo wir im M&ouml;venpick-Hotel endlich wieder einmal ein Bier tranken (was w&auml;hrend des Ramadans ein seltener Genuss ist).<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/87mond.jpg"></p>

	<p><strong>Sa, 23.10.04:</strong> Unser zweiter Tag Besichtigung in Petra wurde eigentlich eher zu einem Wandertag. Wir marschierten noch vor dem Siq in ein Nebental (Wadi Muthlim), das schon bald zu einer engen Schlucht wurde. Stellenweise mussten wir uns durch die Spalten zw&auml;ngen und kleine Wasserf&auml;lle hinunterklettern &#8211; und waren nicht sicher, ob wir hier richtig waren bzw. ob wir hier weiterkommen w&uuml;rden.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/87wadimuthlim.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/87wadimuthlim2.jpg"><br><br />
(Hier m&ouml;chte man nicht vom Regen &uuml;berrascht werden!)<br />
</p><br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/87klettern.jpg"><br><br />
(Auch Spass muss sein!)<br />
</p><br />
Wir erreichten dann aber doch relativ problemlos wieder das Haupttal mit den K&ouml;nigsgr&auml;bern, eines der gr&ouml;ssten davon ist das sogenannte Urnen-Grab.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/87palast.jpg"></p><br />
Auch hier warteten &uuml;berall Kamele auf m&uuml;de Touristen.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/87kamel.jpg"></p><br />
Wir besuchten zum Abschluss die byzantinische Kirche von Petra. Urspr&uuml;nglich ein nabat&auml;ischer Tempel, sp&auml;ter durch die R&ouml;mer um- und ausgebaut. Aus dieser Zeit stammen auch die grossen Mosaike.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/87mosaik1.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/87mosaik2.jpg"></p><br />
Zufrieden und kulturell ges&auml;ttigt kehrten wir dann nach Wadi Musa zur&uuml;ck, um die n&auml;chste Veloetappe (eine der letzten!) mit den Kanadiern zu besprechen.</p>


  ]]></content:encoded>
			<dc:subject>kihp</dc:subject>
			<dc:date>2004-11-02T11:49:00+02:00</dc:date>
		</item>
		
		
		
		<item>
			<title>48. Etappe: Madaba - Dana; inkl. Wadi Mujib, Karak, Wadi Hasa, Dana Wildlife Reserve</title>
			<link>http://edelkunz.ch/weblog/pivot/entry.php?id=84</link>
			<comments>http://edelkunz.ch/weblog/pivot/entry.php?id=84#comm</comments>
			<description>	
P&amp;auml;sse wie in der Schweiz &amp;#8211; nur umgekehrt: Erst runter und dann wieder rauf!


 </description>
			<guid isPermaLink="false">84@http://edelkunz.ch/weblog/kihp/</guid>
			<content:encoded><![CDATA[ 	<p style="text-align:center;"><img src="http://edelkunz.ch/weblog/images/86schleife.jpg" border="0" title="" alt="" class="pivot-image" /></p><br />
P&auml;sse wie in der Schweiz &#8211; nur umgekehrt: Erst runter und dann wieder rauf!</p>


 	<p><strong>So, 17.10.04, 57km, 1070m:</strong> Nachdem wir heute unser schwerstes Paket (11 kg) abgeschickt hatten, durchfuhren wir mit Gegenwind ein paar kleinere und dann zwei gr&ouml;ssere Wadis.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/86wadizarqa.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/86wadialhdan.jpg"><br><br />
(Das Wadi Zarqa Ma&#8217;in und das Wadi Al Hdan)<br />
</p><br />
In Dhiban f&uuml;llten wir nochmals unser Wasser auf und bald darauf tauchte das tiefe Tal des <strong>Wadi Mujib</strong> auf &#8211; sehr beeindruckend.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/86kurven.jpg"></p><br />
Wir bretterten also mit Volldampf die weiten Kurven ins Tal hinab, vorbei an steilen Felsw&auml;nden und sandigen Abh&auml;ngen, bis zu einem kleineren Stausee.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/86kliff.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/86kirunter.jpg"></p><br />
Von dort wand sich die Strasse unerbittlich wieder hinauf und wir kamen mal wieder t&uuml;chtig ins Schwitzen. <br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/86hprauf.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/86hpzunge.jpg"></p><br />
Den s&uuml;ssen Tee, den uns ein paar Strassenarbeiter (trotz Ramadan!) anboten, nahmen wir gerne an.<br />
Die Sonne ging schon langsam unter, als wir den oberen Rand des Wadis erreichten. Bald sahen wir auch das Trajan Restaurant, das kurz vor dem Dorf Ariha auf der Klippe thront. Ein idealer Ort um zu &uuml;bernachten &#8211; leider sah es sehr geschlossen aus und die letzten G&auml;ste waren wohl schon vor Monaten abgereist. Aber das Ruml&uuml;mmeln hatte sich trotzdem gelohnt: Wir wurden vom Hauswart entdeckt, der uns ein Schlafzimmer und die Reste seines Nachtessens anbot.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/86schlafzimmer.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/86stube.jpg"><br><br />
(Schlafzimmer und Blick in den verlassenen Speisesaal)<br />
</p>

	<p><strong>Mo, 18.10.04, 42km, 700m:</strong> In der Morgensonne sah unsere Bleibe doch recht proper aus.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/86beiz.jpg"></p><br />
Nachdem wir in Ariha noch t&uuml;chtig eingekauft hatten, fuhren wir weiter &#8211; auf etwas flacherem Gel&auml;nde als gestern. Viele kleinere Wadis waren zu durchqueren, tendenziell ging es eher etwas aufw&auml;rts.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/86baum1.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/86arrabba.jpg"><br><br />
(Landschaft bei Ariha und R&ouml;mischer Tempel in Ar-Rabba)<br />
</p><br />
Kurz vor dem Tagesziel war dann Schluss mit dem gem&uuml;tlichen Teil: Wir waren nicht mehr ganz frisch, mussten aber noch zwei anst&auml;ndige und vor allem steile T&auml;ler durchfahren, bevor wir <strong>Karak</strong>, das auf einem H&uuml;gel liegt, erreichten.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/86karakschloss.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/86karaksicht.jpg"><br><br />
(Blick auf Karak mit Burg und Blick von der Burg Richtung Totes Meer)<br />
</p><br />
In Karak angekommen trafen wir im Hotel die zwei Kanadier wieder, die wir schon in Lattakia (Syrien) und vorgestern in Madaba im Internet-Caf&eacute; gesehen hatten. In Madaba kamen wir ins Gespr&auml;ch mit ihnen und erfuhren, dass sie auch mit dem Fahrrad unterwegs waren und zumindest f&uuml;r den letzten Teil von Jordanien die gleiche Route fuhren wie wir. Wir verabredeten uns f&uuml;r das Nachtessen und schritten zur obligatorischen Besichtigung der Burg, welche sehr ausgedehnt ist &#8211; sowohl ober- als auch unterirdisch.<br />
Die Burg ist recht heterogen, stammen doch Mauern, Bauwerke, Geb&auml;ude, Keller und Kerker aus der Zeit der Mamluks, von den Kreuzrittern oder sind noch &auml;lter (R&ouml;mer und Griechen). Es gibt sehr viel zu sehen, leider ist wenig Information vor Ort vorhanden. Aber trotzdem machte es Spass, sich in den G&auml;ngen, den Gem&auml;uern und vor allem in den Tunnels (Taschenlampe!) zu verirren.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/86karakbogen.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/86karakhalle.jpg"><br><br />
(Bogen unbekannter Funktion und Blick aus der Kreuzritter-Gallerie = St&auml;lle)<br />
</p><br />
Nachtessen war wie gesagt mit dem Kanadier-P&auml;rchen: Erfahrungs- und Erlebnisaustausch. Ausserdem sollten wir uns morgen in Tafila wieder treffen.</p>

	<p><strong>Di, 19.10.04, 72km+30km, 1400m:</strong> Obwohl wir relativ fr&uuml;h aufstanden, waren die Kanadier schon lange weg. Nach der ersten Abfahrt (unmittelbar nach Karak) k&auml;mpften wir uns guten Mutes wieder hoch auf den King&#8217;s Highway (den wir schon seit Madaba befuhren). Die Strasse ging dann in einem Seitental des <strong>Wadi Hasa</strong> runter, vorbei an Gesteinsschichten und F&ouml;hren. Erst nach einigen Kurven sah man tief hinunter ins Haupttal.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/86kirunter2.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/86wadirunter.jpg"></p><br />
Runter ging es schnell, auch die &Uuml;berquerung des Talbodens, vorbei an einigen Beduinenzelten, bereitete keine ernsthaften Probleme.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/86hasa2.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/86hasazelt.jpg"></p><br />
Wieder in einem Seitental begann der Aufstieg, zun&auml;chst nicht allzu steil.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/86hasarauf.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/86hasasand.jpg"></p><br />
Am Schluss, das Wasser ging zur Neige, kam dann doch noch der steile Schlussanstieg, bis zu einem Dorf, wo es leider kein Wasser zu kaufen gab &#8211; erst ein paar Kilometer sp&auml;ter erreichten wir einen Minimarkt. (Prost!)<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/86hasafels.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/86hasafels2.jpg"><br><br />
(Steinformationen im steilen Schlussanstieg. Fotografieren = Verschnaufpause!)<br />
</p><br />
Nach erstaunlich vielen weiteren Kilometern erreichten wir dann (immer noch leicht bergauf, bis ganz am Schluss) das Tagesziel Tafila. Gem&auml;ss F&uuml;hrer sollte es dort ein sch&auml;biges Hotel geben, das jedoch nicht aufzufinden war:</p>

	<ul>
	<li>X Leute schickten uns in Y Richtungen (Y > X!!!)</li>
		<li>Zwei davon haben wir erfolglos ausprobiert.</li>
		<li>Ein &auml;lterer Einwohner erkl&auml;rte uns: &#8220;Ramadan, no place for Christianity&#8221; (aha)</li>
	</ul>

	<p>Als unsere Geduld schon l&auml;ngstens ersch&ouml;pft war, fanden wir einen Polizisten. Gut. W&auml;hrend des Gespr&auml;chs (am Strassenrand) fuhr ein Autofahrer (blind?) in den Anh&auml;nger. Das Resultat seht ihr hier: <a href="http://edelkunz.ch../images/MOV04149.MPG"  target='_blank'>wabbel!</a> (1.5MB).<br />
Der Polizist guckte doof aus der W&auml;sche, als wir laut schreiend reklamierten, unternahm nichts; der &Uuml;belt&auml;ter fuhr gem&auml;chlich von dannen. Da hatten wir genug. Um nicht noch jemanden umzubringen fuhren wir einfach mal weiter&#8230;<br />
In den Aussenquartieren des St&auml;dtchens wurden wir dann zur Kr&ouml;nung reichlich mit Steinen eingedeckt und fast von den R&auml;dern gerissen &#8211; das war auch f&uuml;r Jordanien (wo ja schon einige Steine geflogen waren) ein ungew&ouml;hnliche Konzentration schlechten Benehmens (um nicht zu sagen Agression).<br />
Nach erfolgreicher Flucht und dem Vorsatz, irgendwo im menschenleeren Gebiet zu campieren, kamen wir ins Gespr&auml;ch mit einem weiteren Polizisten (in zivil). Dieser hatte irgendwie schon von &auml;hnlichen Vorf&auml;llen geh&ouml;hrt (es stellte sich sp&auml;ter heraus, dass es den Kanadiern nicht viel besser ergangen war) und bot an, uns kompensatorisch gratis nach Dana (dem Tagesziel von morgen, ca. 30km) zu bringen. Uns war alles egal, bloss weg von hier!<br />
Nach Ende des Ramadan-Gelages (ca. 19:30) fuhren wir dann los und erreichten Dana, ein kleines Steindorf aus dem 15. Jhdt. am Rand des gleichnamigen Naturreservats, wo wir uns in einem H&auml;uschen einquartierten und unsere Wunden leckten. Der Abend war dann friedlich; wir fragten uns, wie es wohl den Kanadiern ergangen war.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/86danaabend.jpg"><br><br />
(Unser H&auml;uslein im Abendlicht)<br />
</p>

	<p><strong>Mi, 20.10.04:</strong> Die Erinnerung an gestern steckte uns noch immer in den Knochen und so waren wir froh, dass heute eine Wanderung im <strong>Dana Wildlife Reserve</strong> angesagt war. Der Weg f&uuml;hrte steil hinunter, vorbei an verschiedenfarbigen Sandsteinformationen und -klippen. <br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/86danaoben.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/86danahp1.jpg"></p><br />
Das Dana Wildlife Reserve (320qkm) beeindruckt neben seiner abwechslungsreichen Landschaft mit seinem Artenreichtum: ca. 600 Pflanzenarten (von Zitronenb&auml;umen zu W&uuml;stenb&uuml;schen und tropischen Akazien), ca. 200 Vogelarten (Hallo Pitsch!) und 33 gr&ouml;ssere Tiere, wie Steinbock, Gazellen, Sandkatze, F&uuml;chse und W&ouml;lfe, von denen 25 Arten bedroht sind.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/86danastein.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/86danahp2.jpg"></p><br />
Im Talgrund, beim (trockenen) Flusslauf wurde die Landschaft etwas vegetationsreicher aber auch etwas weniger spektakul&auml;r. Wir gingen daher nicht die ganzen 12km runter bis zum Toten Meer (und dann wieder rauf), sondern kehrten relativ fr&uuml;h wieder ins Dorf zur&uuml;ck.<br />
Dort trafen wir dann auch die Kanadier wieder, mit denen wir uns ausgiebig ausweinten &#8211; sie hatten in Tafila &auml;hnliches durchgemacht (ohne Blechschaden zum Gl&uuml;ck). Sie hatten das Hotel gefunden und in Tafila &uuml;bernachtet &#8211; was sicher die schlechtere Alternative war. <br />
Wir freuten uns alle nicht so wahnsinnig auf morgen bzw. auf das Velofahren und entschieden uns, die weiteren Strecken gemeinsam zu fahren. Ausserdem hatten die Kanadier schon einen Transport von Dana hinauf auf den King&#8217;s Highway organisiert, dem wir uns anschlossen.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/86canadier.jpg"><br><br />
(J.D. und Annie aus Kanada)<br />
</p><br />
Wir genossen dann die Ruhe und den Sonnenuntergang zu viert.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/86danasonne1.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/86danasonne2.jpg"></p>


  ]]></content:encoded>
			<dc:subject>kihp</dc:subject>
			<dc:date>2004-11-01T17:50:00+02:00</dc:date>
		</item>
		
		
		
		<item>
			<title>47. Etappe: Amman - Madaba; inkl. Mt. Nebo, Mosaike, Hamamat Ma'in</title>
			<link>http://edelkunz.ch/weblog/pivot/entry.php?id=83</link>
			<comments>http://edelkunz.ch/weblog/pivot/entry.php?id=83#comm</comments>
			<description>	
Start des Ramadan und gleichzeitiger Besuch vieler christlicher St&amp;auml;tten in und um Madaba.


 </description>
			<guid isPermaLink="false">83@http://edelkunz.ch/weblog/kihp/</guid>
			<content:encoded><![CDATA[ 	<p style="text-align:center;"><img src="http://edelkunz.ch/weblog/images/85kreuz.jpg" border="0" title="" alt="" class="pivot-image" /></p><br />
Start des Ramadan und gleichzeitiger Besuch vieler christlicher St&auml;tten in und um Madaba.</p>


 	<p><strong>Fr, 15.10.04, 35km:</strong> Erstes Ereignis heute: Start des Ramadan! Wann werden wir heute essen k&ouml;nnen? F&uuml;r uns hatten die L&auml;den/Restaurants erst mal chaotische &Ouml;ffnungszeiten &#8211; der Sicherheithalber haben wir mal etwas mehr als sonst (im Hotel, dort gab es etwas) gefr&uuml;hst&uuml;ckt und uns mit Wasser eingedeckt.<br />
Obwohl heute Freitag war (ein Tag mit normalerweise weniger Verkehr) bewegten wir uns mit vielen anderen (stinkenden) Fahrzeugen Richtung Madaba. Aber es war ja nur eine kurze Strecke und wir waren schon bald im Hotel einquartiert. Dort reservierten wir unser Nachtessen (Ramadan!). Wie sich herausstellte, waren gerade sehr viele K&ouml;che im Haus: alle an der Luzerner Kochschule ausgebildet&#8230;<br />
Wir fuhren dann per Minibus Richtung Westen nach Fasaliyya, von wo wir die 4km zu Fuss zum Mt. Nebo zur&uuml;cklegten. Dort oben geniesst man die Aussicht und besucht die &#8220;Moses Memorial Church&#8221;. Angeblich soll Moses von hier das &#8220;Versprochene Land&#8221; gesehen haben und dort beerdigt worden sein, wobei man sich &uuml;ber das Letztere nicht einig ist. <br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/85moseschurch.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/85moses.jpg"></p><br />
Interessant ist die Skulptur, die auf der biblischen Geschichte von Moses&#8217; Stab (und der Schlange) basiert. Bei guter Sicht kann man von hier die West-Bank in Pal&auml;stina und Jericho sehen. Mit dem Inneren der Kirche haben wir uns nicht lange besch&auml;ftigt, aber hier sind zwei Bilder.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/85fenster.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/85altar.jpg"></p><br />
Anschliessend war R&uuml;ckmarsch nach Fasaliyya angesagt, wo wir einem Minibusfahrer erkl&auml;ren mussten, wie hoch der normale Fahrpreis nach Madaba ist (die Jordanier scheinen zu denken, Touristen zahlen alles).<br />
Die Kr&ouml;nung des Tages war dann das Nachtessen bei Mami (mit Familie und Freunden) im Hotel.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/85nachtessen.jpg"><br><br />
(v.l.n.r: hpki, Mami, Sohn (Koch), Freundin (K&ouml;chin), nicht sichtbar: Ricardo (Koch und Fotograph))<br />
</p><br />
Ihr k&ouml;nnt Euch sicher vorstellen wie ein Nachtessen inmitten von Cuisiniers zu schmecken hat.</p>

	<p><strong>Sa, 16.10.04:</strong> Madaba, eine Kleinstadt mit einem hohen Prozensatz Christen und einigen Kirchen, ist bekannt f&uuml;r seine Mosaike aus der byzantinischen &Auml;ra. Am bekanntesten ist die Kirche von St. Georg, die im 19. Jhdt. &uuml;ber einer ehemaligen byzantinischen Kirche gebaut worden ist &#8211; haupts&auml;chlich um die dort vorhandenen Mosaike zu sch&uuml;tzen.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/85george.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/85himmel.jpg"><br><br />
(St. Georgs Kirche von aussen und von innen)<br />
</p><br />
Das ber&uuml;hmteste Mosaik hier ist die grosse &#8220;Weltkarte&#8221; (Jerusalem und weitere Umgebung = biblische Welt).<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/85map1.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/85map2.jpg"></p><br />
Weitere Mosaike sind im Arch&auml;ologischen Park, dem Madaba Museum und der Apostelkirche zu bestaunen.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/85rosette.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/85widder.jpg"></p><br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/85mosaik.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/85tier.jpg"></p>

	<p>Am Nachmittag war dann Baden in den Thermalquellen von Ma&#8217;in angesagt &#8211; etwas komisch bei &uuml;ber 30 Grad Lufttemperatur. Einzige M&ouml;glichkeit dorthinzukommen war mit dem Servicetaxi (das uns auch wieder zur&uuml;ckbrachte). Die Thermalquellen liegen tief unten im Wadi Zarqa Ma&#8217;in.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/85mainlandschaft.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/85mainfluss.jpg"></p><br />
Das Fl&uuml;sslein ist s&uuml;ttig heiss &#8211; sicher mehr als 45 Grad. Keine Chance. Es wird unter anderem von mehreren Wasserf&auml;llen gespiesen, die etwas weniger heiss scheinen.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/85mainfall1.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/85mainfall2.jpg"></p><br />
An mehreren Orten wird das Wasser in Pools gesammelt &#8211; und in diesen herrschen ertr&auml;gliche Temperaturen.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/85main1.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/85main3.jpg"></p><br />
Hinter den Wasserf&auml;llen finden sich Felsh&ouml;hlen (oder -h&ouml;llen?), wo richtig heisses Wasser fliesst (Achtung Verbrennungsgefahr!) und man im Dampf vor sich hink&ouml;cheln kann.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/85dampf1.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/85hoehleki.jpg"></p><br />
Nach 2 Stunden hatten wir genug &#8211; unser Taxifahrer freute sich auf das (t&auml;gliche) Ende des Ramadan &#8211; und fuhren aus dem Wadi hinaus (ziemlich steil aufw&auml;rts) zur&uuml;ck nach Madaba &#8211; in Mamas K&uuml;che.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/85mainrunter2.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/85mainaussicht2.jpg"><br><br />
(Blick hinunter ins Wadi Zarqa Ma&#8217;in und Aussicht von oben Richtung Totes Meer)</p>


  ]]></content:encoded>
			<dc:subject>kihp</dc:subject>
			<dc:date>2004-10-31T15:38:00+02:00</dc:date>
		</item>
		
		
		
		<item>
			<title>Ruhepause: Amman; inkl. Wadi as-Seer, Qasr Iraq al-Amir, Totes Meer, Pizza Hut</title>
			<link>http://edelkunz.ch/weblog/pivot/entry.php?id=82</link>
			<comments>http://edelkunz.ch/weblog/pivot/entry.php?id=82#comm</comments>
			<description>	
Totes Meer: Hier gehen auch Tote bzw. Halbtote nicht unter.


 </description>
			<guid isPermaLink="false">82@http://edelkunz.ch/weblog/kihp/</guid>
			<content:encoded><![CDATA[ 	<p style="text-align:center;"><img src="http://edelkunz.ch/weblog/images/84dead2.jpg" border="0" title="" alt="" class="pivot-image" /></p><br />
Totes Meer: Hier gehen auch Tote bzw. Halbtote nicht unter.</p>


 	<p><strong>Di, 12.10.04:</strong> Nach der erfolgreichen Verl&auml;ngerung unserer Visas (Stempel von Hotel und dann bei zwei(!) Polizeiposten vorbeigehen) fuhren wir ins Dorf <strong>Wadi as-Seer</strong>, von wo aus wir das gleichnamige Tal hinunterwanderten.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84wadiseer.jpg"><br><br />
(Das Wadi as-Seer mit dem gleichnamigen Dorf dahinter)<br />
</p><br />
Neben der erfrischend gr&uuml;nen Landschaft, sind hier vor allem die Iraq al-Amir (Prinzenh&ouml;hlen) die touristische Attraktion.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84hoehle1.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/84hoehle2.jpg"><br><br />
(Sandsteinwand mit den H&ouml;hlen und Blick ins Innere)<br />
</p><br />
Die insgesamt 11 H&ouml;hlen wurden fr&uuml;her offensichtlich als Pferdest&auml;lle ben&uuml;tzt, heute leben z.T. Ziegen darin oder sie dienen als Lagerhallen, sofern sie nicht abgesperrt sind.<br />
Einige der H&ouml;hlen sind nat&uuml;rlich entstanden (und diese haben uns viel besser gefallen).<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84hoehlegross.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/84hoehlegross2.jpg"></p><br />
Neben interessanten Pfl&auml;nzchen (in und neben den H&ouml;hlen) gab es aber noch das <strong>Qasr Iraq al-Amir</strong> zu sehen.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84pflanze.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/84iraq.jpg"></p><br />
Das Schloss, das schon aus der Ferne beeindruckend ist, heisst auch Qasr al-Abad, was Sklavenpalast bedeutet. Neben dem Namen ist auch die Funktion des Schlosses r&auml;tselhaft. Baubeginn war jedenfalls im 2. Jhdt. &#8211; es wurde jedoch nie vollendet.<br />
Das besondere am Palast sind die riesigen Bl&ouml;cke, aus denen die Mauer besteht: bis zu 7m x 3m. Allerdings waren diese Bl&ouml;cke nur 20cm dick und die Mauer entsprechend wackelig.<br />
Wir waren &uuml;berrascht von den vielen L&ouml;wen, die &uuml;berall lauerten.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84loewe1.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/84loewe2.jpg"></p><br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84loewe3.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/84loewe4.jpg"></p><br />
Gegen Abend ging&#8217;s zur&uuml;ck nach Amman, wo wir chinesisch Essen gingen &#8211; eine willkommene Abwechslung.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84hotel2.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/84abend.jpg"><br><br />
(Abend in Amman)<br />
</p>

	<p><strong>Mi, 13.10.04:</strong> Kurze, ergebnislose Konversation mit dem Minibus-Chauffeur:<br />
kihp: Dead Sea Resthouse?<br />
mbc: Dead Sea? yes!<br />
kihp: Yes we know. But: Dead Sea <em>Resthouse</em>?<br />
mbc: Yes, Dead Sea &#8211; no problem.<br />
kihp: <img src='http://edelkunz.ch/weblog/pivot/includes/emot/e_03.gif' alt=':-/' align='middle'/><br />
kihp: Yes, we understand. Dead Sea. But where do you go exactly?<br />
mbc: Amman Beach.<br />
kihp: <img src='http://edelkunz.ch/weblog/pivot/includes/emot/e_129.gif' alt=':-?' align='middle'/><br />
kihp: Ok, but do you also go to the  <em>DEAD SEA RESTHOUSE</em>??? <br />
mbc: Yes, Dead Sea &#8211; no problem, Amman Beach. <br />
kihp: <img src='http://edelkunz.ch/weblog/pivot/includes/emot/e_41.gif' alt='(devil)' align='middle'/><br />
(beliebig fortsetzbar&#8230; Solche Spielchen sind hier leider eher die Regel als die Ausnahme, und es ist auf die Dauer etwas unbefriedigend, nie die Auskunft zu bekommen, die man w&uuml;nscht.)</p>

	<p>Wir stiegen dann trotzdem ein und kamen prompt zum Toten Meer &#8211; Amman Beach, eine funkelnagelneue Badeanlage. Nicht allzu schlecht, etwas teuer vielleicht. Aber die &#8220;floating experience&#8221; war sicher die gleiche wie im Resthouse.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84dead1.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/84dead3.jpg"></p><br />
Das lustigste ist allerdings der Schlamm, mit dem wir uns von oben bis unten eingesalbt hatten. Nicht sehr empfehlenswert ist das Schlucken des Wassers oder gar das &Ouml;ffnen der Augen, wenn sich Wasser in ihrer unmittelbaren Umgebung befindet (den Fehler macht man nur einmal). Aber das entspannte Auf-dem-Wasser-liegen war die M&uuml;he wert (siehe oben).<br />
Das Problem kam dann mit der R&uuml;ckreise, da offenbar offiziell (nach Aussage der Strandbadbetreiber) kein Bus hierhin f&auml;hrt. Haha&#8230; &Uuml;ber mehrere Umwege (wir wissen auch nicht mehr genau wie resp. wollen es hier nicht ausf&uuml;hren) kamen wir dann wieder nach Amman.</p>

	<p><strong>Do, 14.10.04:</strong> Wir entschieden uns kurzfristig, noch einen Tag in Amman zu bleiben, in der Hoffnung am morgigen Freitag mit weniger Verkehr aus der Stadt zu radeln. Nach der gestrigen Minibus-Odysee marschierten wir heute auf den eigenen beiden Beinen. Wir erklommen also den Jebel al-Qala&#8217;a, den h&ouml;chsten Punkt von Amman, auf dem sich die Burg befindet. Auch wenn es etwas dunstig war, gewannen wir von hier oben einen besseren &Uuml;berblick &uuml;ber die Stadt.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84amman2.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/84burg1.jpg"><br><br />
(Blick vom Jebel al-Qala&#8217;a auf Amman und Blick auf die Burg)<br />
</p><br />
Auf dem Jebel al-Qala&#8217;a waren die ersten Siedlungen (Bronzezeit) in der Umgebung. Seit dieser Zeit standen hier auch befestigte Anlagen, die jedoch immer wieder neu erbaut wurden. So finden sich hier &Uuml;berreste der R&ouml;mer, wie z.B. der Herkules-Tempel und das Amphitheater weiter unten in der Stadt.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84jupiter.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/84amman3.jpg"></p><br />
Das besterhaltendste Geb&auml;ude ist der Umayyadische Palast (8. Jhdt.) mit unbekannter Funktion &#8211; wahrscheinlich war es die Residenz des Gouverneurs von Amman.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84burg2.jpg"></p><br />
Wir marschierten dann noch einige H&uuml;gel weiter in einen modernen Stadtteil von Amman, mit Einkaufszentren, <strong>Pizza Hut</strong> u.&auml;., und fuhren dann mit dem Taxi zur&uuml;ck Richtung Downtown, wo wir mit arabischen Versionen europ&auml;ischer Gerichte unseren Hunger stillten.</p>


  ]]></content:encoded>
			<dc:subject>kihp</dc:subject>
			<dc:date>2004-10-29T16:00:00+02:00</dc:date>
		</item>
		
		
		
		<item>
			<title>46. Etappe: Jerash - Amman; inkl. Hammam Sarah, Qasr al-Azraq, Qusayr Amra, Qasr Kharana</title>
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			<description>	
Einer der spannendsten Abschnitte unserer Reise: 3 Tage radeln in der W&amp;uuml;ste.


 </description>
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			<content:encoded><![CDATA[ 	<p style="text-align:center;"><img src="http://edelkunz.ch/weblog/images/84wueste3.jpg" border="0" title="" alt="" class="pivot-image" /></p><br />
Einer der spannendsten Abschnitte unserer Reise: 3 Tage radeln in der W&uuml;ste.</p>


 	<p><strong>Fr, 8.10.04, 83km, 900m:</strong> Der Start von Jerash war auf dem H&uuml;gel, mitten in malerischen B&auml;umen,<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84baeume.jpg"></p><br />
die zusammen mit den Olivenhainen die Landschaft um Jerash pr&auml;gen. Zwar sehr malerisch, waren die H&uuml;gel bis Zarqa doch recht anstrengend. Wir fuhren gegen S&uuml;dosten, der W&uuml;ste entgegen, und so wurde die Gegend auch immer trockener.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84baumfeld.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/84fluss.jpg"><br><br />
(Olivenhain und der Fluss Zarqa im Wadi Zarqa)<br />
</p><br />
Vor Zarqa waren wir schon fast in der W&uuml;ste. Nur noch unmittelbar entlang von Fl&uuml;ssen ist Landwirtschaft m&ouml;glich. Zarqa selber hatte ein etwas verwirrendes Strassennetz und Beschilderung ausschliesslich in arabisch. Durchfragen half weiter und wir stachen vollbepackt mit Wasser und Lebensmitteln in die W&uuml;ste.<br />
Die Strasse war zwar sehr gut, doch auch entsprechend gut befahren: Sie ist die Haupttransportachse nach Saudi-Arabien und in den Irak. Entsprechend war es etwas l&auml;rmig.<br />
Gegen Abend erreichten wir dann Hallabat, wo wir leider kein Hotel fanden. Die lokale Bev&ouml;kerung zeigte (ausser den Kindern, die mit Steinen nach uns warfen) kein grosses Interesse. Wir beschlossen, unmittelbar neben der Ruine des <strong>Hammam Sarah</strong>, das wir besichtigen wollten, zu &uuml;bernachten. Da waren wir wenigstens ungest&ouml;rt.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84halabat.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/84halabatinnen.jpg"><br><br />
(Das zierliche Hammam Sarah bei Halabat &#8211; W&uuml;stenbad und Jagdh&uuml;tte)<br />
</p><br />
Das Hammam Sarah geh&ouml;rt zum Komplex des (etwas weiter entfernten) Qasr al-Hallabat. Es wurde von den Umayyaden gebaut und wurde in den letzten Jahren sorgf&auml;ltig restauriert. Neben dem Bad befindet sich ein Brunnen (20m tief) und im Geb&auml;ude kann man noch die kleinen S&auml;ulen erkennen, auf denen der eigentliche Boden ruhte (und von unten beheizt wurde).<br />
Nach der Besichtigung kochten wir wieder einmal selber (Fuul, ein arabisches Bohnengericht mit Yoghurt) &#8211; mmhh!</p>

	<p><strong>Sa, 9.10.04, 61km, 200m, 22.7km/h:</strong> Wie nach jeder Zeltnacht standen wir heute fr&uuml;h auf.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84zelt.jpg"></p><br />
Nach dem Kaffee fuhren wir weiter auf der Lastwagenstrasse &#8211; heute war der Verkehr aus unerfindlichen Gr&uuml;nden etwas sp&auml;rlicher &#8211; Richtung Osten. Auf langgezogenen H&uuml;geln radelten wir durch die W&uuml;ste.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84wuestehp.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/84wuesteki.jpg"></p><br />
Auch wenn wir recht schnell unterwegs waren (haha, neuer <strong>Rekord: 22.7km/h</strong>) &auml;nderte sich die Aussicht kaum:<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84wueste2.jpg"></p><br />
Am fr&uuml;hen Nachmittag erreichten wir die Oase Al-Azraq (wurden wieder einmal mit Steinen beworfen) und quartierten uns neben 11 Caravans voller holl&auml;ndischer Rentner im Azraq Resthouse ein &#8211; das Wichtigste: der Swimming Pool!<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84pool.jpg"></p><br />
Nach all dieser W&uuml;ste und dem Sand war ein Bad auch n&ouml;tig.</p>

	<p>Einigermassen erfrischt fuhren wir dann in den n&ouml;rdlichen Dorfteil und zum <strong>Qasr al-Azraq</strong>.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84azraq1.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/84azraq2.jpg"><br><br />
(Eingangstor und Innenhof des Qasr al-Azraq)<br />
</p><br />
Nach griechischen und lateinischen Inschriften stammen die &auml;lteren Konstruktionen aus dem 3. Jhdt. In byzantinischer Zeit und unter den Umayyaden wurden die Burg ausgebaut und als Jagd- und Milit&auml;rbasis genutzt. Sp&auml;tere, wichtige Umbauten fanden im 13. Jhdt. statt und im Winter 1917 hausten TE Lawrence und Sherif Hussein bin Ali hier. Ein Erdbeben 1927 zerst&ouml;rte grosse Teile und es wurde bis heute (zum Gl&uuml;ck) kaum restauriert.<br />
Bemerkenswert sind die zwei Eingangstore, die aus einem bzw. zwei massiven Basaltplatten bestehen. Es braucht einige Kraft, um sie zu bewegen.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84azraqtor1.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/84azraqtor2.jpg"></p><br />
Wir staunten vor allem &uuml;ber die Steinb&ouml;den in den oberen Etagen, die heute zwar etwas zerfallen, aber immer noch begehbar sind (wenn man nicht in die L&ouml;cher tappt).<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84azraqdecke.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/84azraqhp.jpg"><br><br />
(Steindecke/Boden und Treppenhaus aussen an der Moschee)<br />
</p><br />
Erw&auml;hnenswert sind auch die Freiluft-Treppenh&auml;user, die wir hier allerdings nicht zum erstenmal sahen. Basaltbl&ouml;cke, quer in die Wand eingebaut, bilden die Stufen &#8211; und es h&auml;lt!</p>

	<p><strong>So, 10.10.04, 83km, 400m:</strong> Nach einer komfortablen Nacht im Bungalow und einem arabischen zMorgen nahmen wir den R&uuml;ckweg nach Amman in Angriff &#8211; auf einer s&uuml;dlicheren Route nach Westen. Entsprechend erwarteten wir viel Gegenwind (bei der Hinfahrt hatten wir vor allem Westwind), der liess jedoch noch auf sich warten. Eine erfreuliche &Uuml;berraschung war auch, dass viele Laster die n&ouml;rdlichere Route benutzten (allerdings blieben doch noch einige f&uuml;r uns &uuml;brig). Unser Wassersack (ca. 10l) war auch gef&uuml;llt, da es bis Amman ziemlich weit war (ca. 120km) und nicht klar war, ob unterwegs Wasser zu finden sein w&uuml;rde.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84wueste4.jpg"></p><br />
Wir kamen gut voran und erreichten bald die erste Zwischenstation, das <strong>Qusayr Amra</strong> (Qusayr = Schl&ouml;sslein), das von den Umayyaden als Jagdschloss mit Bad gebaut wurde. Der Bauherr, der Kalif Walid I, war derselbe, der auch die <a href="http://edelkunz.chentry.php?id=78#body"  target='_blank'>Umayyad-Moschee in Damaskus</a> bauen liess.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84amra.jpg"></p><br />
Das Schl&ouml;sslein ist geschmackvoll restauriert und im Inneren befinden sich gut erhaltene Freskos. Es gibt auch ein Visitors Center und die Anlage wird von entsprechend vielen Touristen besucht.<br />
Nach dem zMittag fuhren wir dann weiter und erreichten nach ein paar weiteren Kilometern das kaum besuchte <strong>Qasr Kharana</strong>, das zwar wie eine Festung aussieht, aber wahrscheinlich einfach eine private Residenz der Umayyaden war.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84kharana.jpg"></p><br />
Es ist mehrst&ouml;ckig, und nach (etwas &uuml;bertriebenen) Restaurationsarbeiten gut begehbar, mit z.T. interessanten R&auml;umen und Treppen.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84kharanawand.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/84kharanatreppe.jpg"></p><br />
Und weiter ging&#8217;s, obwohl urspr&uuml;nglich mal geplant war, bei dieser Burg zu &uuml;bernachten. Aber der Nachmittag war noch jung, wir hatten genug Wasser (und hier war ohnehin keines vorhanden) und Reserven in den Beinen. Wir &uuml;berquerten immer mehr (trockene) kleine Wadis und am Himmel zogen feine Wolken auf, nichts ernstes.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84wueste5.jpg"></p><br />
Am fr&uuml;hen Abend erreichten wir das Dorf Al-Muwaqqar. Hier war kein Hotel zu erwarten &#8211; es ist ein Bauerndorf, wo vor allem Beduinen wohnen. Wir gesellten uns dann zu einer Gruppe M&auml;nner, die vor einem Zelt Tee tranken, und gem&uuml;tlich aussahen. Unsere Frage, ob wir hier &uuml;bernachten k&ouml;nnten, wurde mit &#8216;klar&#8217; und viel Kaffee und Tee beantwortet. Ein paar der Beduinen sprachen Englisch und so wurde es mit dem Gespr&auml;ch rasch Abend und das Feuer im Zelt angefacht. Ausserdem kamen immer wieder neue Beduinen dazu, denen wir dann unsere Geschichte von neuem erz&auml;hlen mussten. Wir waren vor allem vom 105-j&auml;hrigen Grossvater beeindruckt, der zwar kein Englisch sprach, aber trotzdem aus dem Hintergrund daf&uuml;r sorgte, dass es uns gut ging. So wurde auf unsere Frage (als unser Hunger zu gross wurde), ob wir im Nachbarzelt kochen d&uuml;rften, fast unmittelbar das grosse Festessen &#8220;serviert&#8221;: Eine riesige Platte Mensaf (das traditionelle Beduinen-Gericht, das f&uuml;r G&auml;ste gekocht wird; gew&uuml;rzter Reis mit Poulet, &uuml;bergossen mit dem Poulet-Sud), von der dann in hierarchischer Reihenfolge (die G&auml;ste zuerst, und dann dem Alter entsprechend), immer etwa zu f&uuml;nft, mit blossen H&auml;nden gegessen wurde. Da griffen wir nat&uuml;rlich zu! </p>

	<p>Geschlafen haben wir &uuml;brigens nicht etwa im Zelt, wie wir das erwartet hatten, sondern in einer Art Gemeinschaftsraum im Haus des Grossvaters, der f&uuml;r diese Nacht f&uuml;r uns reserviert war. <br />
Wir ihr vielleicht gemerkt habt, pflegen die Beduinen hier einen interessanten Lebensstil. Obwohl sie (normale) H&auml;user haben, verbringen sie die meiste freie Zeit in ihren (fest installierten) Beduinen-Zelten, die mindestens eine Feuerstelle oder einen Ofen haben, wo Tee und Kaffee gekocht wird, und mit vielen Teppichen und Kissen zum Sitzen und Liegen ausgestattet sind. Wenn ihr uns fragt: Sie f&uuml;hlen sich im Zelt immer noch am wohlsten.</p>

	<p><strong>Mo, 11.10.04, 35km, 200m:</strong> Am morgen wurden wir von der Familie des Grossvaters nochmals grossz&uuml;gig bewirtet und so konnten wir gut gen&auml;hrt die wenigen Kilometer nach Amman in Angriff nehmen. Die einzige Schwierigkeit heute war, Amman und v.a. das Zentrum zu finden &#8211; die Stadt ist &uuml;ber 18(!) H&uuml;geln verstreut, un&uuml;berblickbar und das Strassennetz ist chaotisch, &uuml;berladen &#8211; mit Autos, aber nicht mit Wegweisern. Ausserdem ist das Zentrum im tiefsten Tal versteckt und heisst darum auch Downtown.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84amman1.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/84ammanhotel.jpg"><br><br />
(Blick hinunter nach Downtown und einer der modernen Hotel-T&uuml;rme auf dem Jebel Amman)<br />
</p><br />
Wir fanden ein nettes Hotel in Downtown Amman, in einer Seitenstrasse, und in unmittelbarer N&auml;he eines Saftladens (wichtig f&uuml;r das Morgenessen) und der angeblich besten Pizza/B&ouml;rek-B&auml;ckerei des Mittleren Ostens &#8211; und es stimmt!</p>


  ]]></content:encoded>
			<dc:subject>kihp</dc:subject>
			<dc:date>2004-10-23T20:18:00+02:00</dc:date>
		</item>
		
		
		
		<item>
			<title>45. Etappe: Bosra - Jerash; inkl. Quala'at ar-Rabat</title>
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			<comments>http://edelkunz.ch/weblog/pivot/entry.php?id=80#comm</comments>
			<description>	
Von Syrien nach Jordanien &amp;#8211; und von einer r&amp;ouml;mischen Stadt zur n&amp;auml;chsten.


 </description>
			<guid isPermaLink="false">80@http://edelkunz.ch/weblog/kihp/</guid>
			<content:encoded><![CDATA[ 	<p style="text-align:center;"><img src="http://edelkunz.ch/weblog/images/84jerashplatz.jpg" border="0" title="" alt="" class="pivot-image" /></p><br />
Von Syrien nach Jordanien &#8211; und von einer r&ouml;mischen Stadt zur n&auml;chsten.</p>


 	<p><strong>Mi, 6.10.04, 73km (+ ca. 35km), 400m:</strong> Nach kurzer Geburtstagsandacht und Bestaunen der mit viel Get&ouml;se angekommenen Dampflokomotive<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84loki.jpg"></p><br />
fuhren wir Richtung Jordanien. Etwas war komisch, da waren Wolken, die Sonne war verdeckt, dass es sowas gibt!?<br />
Die Grenze war dann einfach zu &uuml;berwinden, die Syrer verabschiedeten uns herzlich und die Jordanier stempelten ihr Visum (g&uuml;ltig f&uuml;r 15 Tage) in unsere P&auml;sse. Hier waren wir nun, im letzten Land unserer Reise.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84wrack.jpg"><br><br />
(Wrack im Niemandsland zwischen Syrien und Jordanien)<br />
</p><br />
Ja, wir denken immer &ouml;fter an die Heimreise und da taucht auch schon die Tafel auf, die die Distanz zu unserer letzten Station angibt: Aqaba!<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84aqaba.jpg"></p><br />
Die Strasse war lang und wir fuhren weiter und weiter, da kein Hotel zu finden war, Richtung Jerash. Nach 73km (es wurde auch schon langsam dunkel, die Tage sind nicht mehr so lang wie auch schon) war es uns dann genug und wir fuhren mit dem B&uuml;ssli die letzten ca. 35 Kilometer, die sich als sehr h&uuml;gelig und landschaftlich sehr sch&ouml;n erwiesen, nach Jerash. Aber auch dort war es nicht einfach, das Hotel zu finden, das ca. 5km ausserhalb des Dorfes liegen sollte.<br />
Eigentlich ist es erstaunlich, dass es in Jerash, wo sich eine der wichtigsten und gr&ouml;ssten r&ouml;mischen St&auml;tten Jordaniens befindet, kein einziges Hotel gibt. Die einzige &Uuml;bernachtungsm&ouml;glichkeit ist eine ziemlich teure Residenz, wie gesagt oberhalb von Jerash in den H&uuml;geln, daf&uuml;r mit Swimmingpool usw., aber nur per Taxi erreichbar.<br />
Unser Buschauffeur fragte sich durch und lieferte uns, mittlerweile bei Dunkelheit, vor dem Hotel ab &#8211; und half uns sogar dabei, den Preis etwas herunterzuhandeln. Zugegeben, unser Zimmer (die Honeymoon-Suite!) war nicht schlecht:<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84tv.jpg"></p><br />
Riesige Badewanne im Schlafzimmer, Satellitenfernseher, riesiges Bett&#8230;</p>

	<p><strong>Do, 7.10.04:</strong> In Jerash und Umgebung gibt&#8217;s viel zu sehen. Wir entschlossen uns spontan, das <strong>Quala&#8217;at ar-Rabat</strong> in Ajlun zu besuchen (um etwas Zeit zu sparen per Taxi, die Gegend ist extrem bergig).<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84ajlun1.JPG"> <img src="http://edelkunz.ch../images/84ajluninnen.jpg"></p><br />
Das Quala&#8217;at ar-Rabat, eine islamische Burg aus dem 12. Jhdt., ist leider so stark restauriert, dass man kaum mehr erkennt, dass man sich in einem historischen Bauwerk befindet. Die Aussicht von den T&uuml;rmen der Burg, die auf einem H&uuml;gel (Mt. &#8216;Auf) oberhalb von Ajlun steht, ist aber sehr eindr&uuml;cklich: Bei guter Sicht &uuml;berblickt man das Jordan-Tal inkl. seiner Seitent&auml;ler. <br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84ajlunoben.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/84ajlunsicht.jpg"></p><br />
Wir kehrten danach zur&uuml;ck ins Hotel, um den Swimming-Pool auszuprobieren (es war ein sehr heisser Tag). Am Nachmittag wanderten wir hinunter zur Hauptstrasse und fuhren mit dem &Ouml;V nach Jerash und zu den Ruinen.</p>

	<p>Obwohl in Jerash wahrscheinlich schon in der Steinzeit Menschen wohnten, erreichte die Stadt ihre Bl&uuml;tezeit mit den R&ouml;mern im 3. Jhdt. unter dem Namen Gerasa. Der Handel mit den Nabat&auml;ern bl&uuml;hte und die Stadt wurde sehr wohlhabend. Aus dieser Zeit stammen auch die heute zu bestaunenden Ruinen.<br />
Man gelangt durch das Hadrianstor (das gerade renoviert wurde und nicht sehr fotogen war) in die Anlage und kommt dann zum S&uuml;dtor, wo man die ummauerte Stadt betritt. Am beeindruckendsten ist der Ovale Platz (Forum) wenige Meter weiter (siehe Bild ganz oben) mit 56 ionischen S&auml;ulen. Auf einer kleinen Erhebung nebenan befinden sich die wenigen &Uuml;berreste des Zeus-Tempels.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84jerashtor.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/84jerashzeus.jpg"><br><br />
(Das S&uuml;dtor und die &Uuml;berreste des Zeus-Tempels)<br />
</p><br />
Die Anlage ist riesig, die Besichtigung dauert Stunden. Sehr augenf&auml;llig sind die drei Hauptstrassen, die von einer Unmenge von S&auml;ulen ges&auml;umt sind &#8211; urspr&uuml;nglich ca. 500. Die meisten Ruinen liegen entlang dieser Verbindungen.<br />
Die gr&ouml;sste Struktur auf dem Gel&auml;nde ist der Artemis-Tempel (2. Jhdt.), von dem noch das Fundament, Teile der Fassaden und 11 der ehemals 12 S&auml;ulen vorhanden sind. Beeindruckend ist auch das mit Ornamenten reich verzierte Nymph&auml;um (&ouml;ffentlicher Brunnen) in unmittelbarer Nachbarschaft.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/84jerashathena.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/84jerash2.jpg"><br><br />
(S&auml;ulen des Artemis-Tempels und Fassade des Nymph&auml;ums)<br />
</p><br />
Nach einem ausserordentlich schmackhaften Nachtessen (in einem libanesischen Retaurant) kehrten wir dann am sp&auml;ten Abend zur&uuml;ck in unsere H&uuml;gelresidenz.</p>


  ]]></content:encoded>
			<dc:subject>kihp</dc:subject>
			<dc:date>2004-10-22T09:49:00+02:00</dc:date>
		</item>
		
		
		
		<item>
			<title>44. Etappe: Damaskus - Bosra</title>
			<link>http://edelkunz.ch/weblog/pivot/entry.php?id=79</link>
			<comments>http://edelkunz.ch/weblog/pivot/entry.php?id=79#comm</comments>
			<description>	
Unsere letzte Etappe in Syrien durch die Basaltfelder des Hauran. Wieder einmal mit dem Velo!


 </description>
			<guid isPermaLink="false">79@http://edelkunz.ch/weblog/kihp/</guid>
			<content:encoded><![CDATA[ 	<p style="text-align:center;"><img src="http://edelkunz.ch/weblog/images/83landschaft.jpg" border="0" title="" alt="" class="pivot-image" /></p><br />
Unsere letzte Etappe in Syrien durch die Basaltfelder des Hauran. Wieder einmal mit dem Velo!</p>


 	<p><strong>Mo, 4.10.04, 113km, 700m:</strong> Nach der (mittlerweile gewohnheitsm&auml;ssigen) morgendlichen St&auml;rkung im Saftladen<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/80saftladen.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/82saft.jpg"></p><br />
mussten wir erst mal das unerledigte Problem von gestern l&ouml;sen: Den Zahnkranz auf das neue Rad transferieren. Beim 2-ten Velomech hat&#8217;s dann geklappt.<br />
Also nichts wie los, via Flughafenautobahn Richtung S&uuml;den, in die Basaltfelder des Hauran (wie das Gebiet s&uuml;dlich von Damaskus heisst).<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/83basaltfeld.jpg"></p><br />
Es war nicht ganz einfach, die richtigen Abzweigungen zu finden, es ging endlos auf und ab und naturgem&auml;ss wurde es auch immer sp&auml;ter.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/83abend.jpg"></p><br />
Wir erreichten aber dann doch unser Tagesziel Suweida, wo wir zuerst ein Hotel und dann stundenlang ein Restaurant suchten. Der Erfolg war in beiden F&auml;llen m&auml;ssig.</p>

	<p><strong>Di, 5.10.04, 36km, 200m:</strong> Suweida haben wir ohne zu z&ouml;gern wieder verlassen. In &auml;hnlichem Stil wie gestern gefahren und Bosra nach 2h erreicht. <br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/83feld.jpg"><br><br />
(Landschaft im Hauran: Basaltbl&ouml;cke und Felder, siehe auch Bild ganz oben)<br />
</p><br />
Dort bezogen wir unsere Bleibe f&uuml;r die Nacht: Die Dachterasse eines Restaurants neben dem r&ouml;mischen Theater.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/83bett.jpg"></p><br />
Dann ging es in die Altstadt von Bosra, inmitten der Ruinen der alten r&ouml;mischen Stadt. Bosra wird schon 1300 v.Chr. als Busrana erw&auml;hnt und war im 1. Jhdt. Hauptstadt des <a href="http://en.wikipedia.org/wiki/Nabataeans"  target='_blank'>nabat&auml;ischen</a> K&ouml;nigreichs. Unter den R&ouml;mern wurde Bosra unter dem Namen &#8216;Nova Trajana Bostra&#8217; Hauptstadt der Provinz Arabien.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/83bogen.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/83haus.jpg"><br><br />
(Bab al-Qandil (Lanternentor, 3. Jhdt.) mit modernerem bosrischem Wohnhaus und ein weiteres solches)<br />
</p><br />
Die &#8220;moderneren&#8221; H&auml;user in der Altstadt sind aus den alten Bausteinen (Basalt) der Ruinen gebaut (bzw. geklaut!). Immerhin passen sie so gut zu den Ruinen.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/83saeulen.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/83hammam.jpg"><br><br />
(Die korinthischen S&auml;ulen des Nymph&auml;ums (&ouml;ffentlicher Brunnen) und das Hammam Manjak (14. Jhdt.) mit individuellen Duschzellen)<br />
</p><br />
Im 12. Jhdt. verwandelten die Ayyubiden (die zu dieser Zeit in Bosra lebten) das alte r&ouml;mische Theater (2. Jhdt.) in eine Burg (gegen die Kreuzritter).<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/83citadel.jpg"><br><br />
(Die ayyubische Burg von aussen. Niemand w&uuml;rde dahinter ein Theater vermuten)<br />
</p><br />
Den Eingang zur Burg bzw. dem Theater schm&uuml;ckt neben alten Mosaiken das omnipr&auml;sente Portrait von Staatspr&auml;sident Assad.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/83mosaik.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/83assad.jpg"></p><br />
Die bildliche Pr&auml;senz von Assad ist wirklich penetrant. Keine Kreuzung in Syrien ohne Statue, kein Zimmer (Restaurant, Hotel, Privat, ...) ohne Bild, kein Auto ohne Kleber. Anscheinend kam Assad nach einem Nordkoreabesuch mit dieser Glanzidee zur&uuml;ck&#8230; <br />
Das Innere der Burg ist recht d&uuml;ster und sehr weitr&auml;umig. Zu der dunklen Stimmung tr&auml;gt auch der (schwarze) Basalt massgeblich bei. In einem der T&uuml;rme befindet sich ein Museum mit vielen Steinskulpturen; viele von ihnen wurden leider von den Moslems zerst&ouml;rt (da bildliche Darstellungen verboten waren).<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/83innen1.jpg"> <img src="http://edelkunz.ch../images/83skulptur.jpg"></p><br />
Wenn man die richtige Abzweigung erwischt gelangt man ins Theater und wieder ans Licht. Es ist erstaunlich gut erhalten und eines der ganz wenigen Theater die freistehend gebaut wurden (also nicht an einem Berghang). Ausserdem ist es nicht gerade klein: es bietet Platz f&uuml;r ca. 15&#8217;000 Personen. Aber es waren zum Gl&uuml;ck nur etwa 10 Touisten unterwegs.<br />
<p align="center"><img src="http://edelkunz.ch../images/83theatergross.jpg"></p><br />
Unseren letzten Abend in Syrien verbrachten wir dann auf unserer pers&ouml;nlichen Dachterasse. Alles war bereit f&uuml;r den morgigen, wichtigen Tag: Hp&#8217;s Geburtstag und die Einreise nach Jordanien.</p>


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